Geschichte der Max Voets GmbH (heute Voets Autozentrum)

Gegründet 1924 in Braunschweig. Eine Unternehmensgeschichte in Bildern.

Am 01.04.1924 gründete der Kaufmann Max Voets in der Langendammstraße die Firma Max Voets GmbH Voets übernahm die Generalvertretung der Selve Automobilwerke Hameln, die damals einen Vierzylinder mit 2000 ccm Hubraum und 35 PS herstellten. Vorerst konnte zumindest ein Wagen in dem Laden von Geldschrankfabrikant Fritz Zöhe ein Fahrzeug ausgestellt werden.

Später kaufte Max Voets das Grundstück der ehemaligen Konservenfabrik Daubert, das sich auf der gegenüberliegenden Seite auf der Langendammstraße 5 befand. Er begann in den Räumen rund um den Innenhof eine Werkstatt einzurichten (siehe Fotos) In dem Geschäft vorne zur Straße konnte ebenfalls nur ein Wagen ausgestellt werden.

Voets übernahm im Laufe der Zeit weitere Generalvertretungen: Matthis, Brennabor, Citroen, Fiat, Simson-Supra, Horch und Austro-Daimler.

Außerdem übernahm er die Vertretungen für so berühmte amerikanische Marken wie Packard, Studebaker und Nash. Die Repräsentaten einiger Automobilwerke protestierten dagegen, daß mehrere Marken und Typen zur gleichen Klasse gehörten. Um diese Doppelvertretungen nicht zu verlieren, gründete Max Voets die Firma Mofa GmbH (Motorfahrzeug-Verkauf). Die Firma wurde im Nachbarhaus Langendammstraße 4 untergebracht. Hier befand sich ein großer Laden, der früher vom Sattlermeister Mauz betrieben wurde, der Pferdegeschirre herstellte. Dieser Laden wurde zum seinerzeits größten Ausstellungsraum in Braunschweig, sechs Wagen konnten ausgestellt werden.

Fotograf war im Auftrag von Max Voets, der über Braunschweig bekannte Heinrich Heidersberger. Herr Heidersberger war berühmt und annerkannt für seine hervorragenden Achitektur-Fotografien. Und tatsächlich war der Neubau der Volkswagen-Werkstatt Anfang der 50er Jahre ein Hit. Schauen Sie sich die Fotos an und stellen Sie sich vor das wurde Anfang der 50er erdacht und gebaut, noch heute gefällig. Einige Schmankerl können Sie heute noch erkennen, die Werkstatt ist heute Durchgang von Volkswagen zu SEBRA. Der Haupteingang von SEBRA und SKOVO war früher der Ausstellungsraum für Volkswagen Modelle. Es konnte damals noch keiner wissen wie schnell das Automobilgeschäft wachsen würde so das bereits 10 Jahre später ein Hochhausneubau am Bohlweg (nähe alter Betrieb) die Verkaufsabteilung aufnehmen mußte. Der Werkstattbetrieb blieb die ganzen Jahre über auf der Wolfenbütteler Straße.

 

Karrenführer- und Stobenstraße

In diesem Revier ging 1944 ein Stück „Altes Braunschweig“ mit den „Brunswiek Lichtspielen“ und den Tanzlokalen „Weißes Rössl“ und „Astoria“verloren. Walter Strunz, bekannt durch sein Elektrogeschäft an der Münzstraße, erweiterte sein Gewerbe mit Verkauf von Borgward- und Lloyd Automobilien. Nach anfangs abgelehnten Bauanträgen durfte die Firma im März 1950 eine gläserne Ausstellungshalle in Stahlkonstruktion der Wilke-Werke mit kleiner Werkstatt Karrenführerplatz Ecke Stobenstraße bauen. Im Herbst 1953 erwarb Max Voets den Betrieb, seitdem wurden VW-Fahrzeuge angeboten. In der Nachbarschaft befand sich damals das Backhaus der Konditorei Gertz und das Grundstück eines Gebrauchtwagenhändlers. Von Ende 1950 bis zum Baubeginn des Horten Kaufhauses 1972 hieß die Adresse Karrenführerplatz 1-3, danach kam es zur Rückbenennung in Karrenführerstraße.

1959/60 wurde die Stobenstraße an der Ostseite verbreitert. Nach Abtragung des Gebäudes Gertz konnte VW-Großhändler Voets 1964 ein Geschäfts- und Bürohaus mit Parkdeck errichten. Der Autohändler expandierte und verlegte seinen Hauptbetrieb seit Mitte der 1950er Jahre zur Wolfenbütteler Straße 51 und die Verwaltung nach 1960 zur Theodor-Heuss-Straße. 1984 veräußerte die Firma die Immobilie in der Innenstadt an die Versicherungsgruppe „Deutscher Ring“. In Eigentümergemeinschaft teilen sich mehrere Firmen das Gebäude, u. a. die Barmer Ersatzkasse, die Deutsche Lufthansa und andere. Tanzschule Hoffmann belegt noch heute einige Räume im 1. Obergeschoss. Nach Auszug der Barmer Ersatzkasse sind die HDI Versicherung und die Werbeagentur Gingco darin. In der Ladenzeile bieten ein Kosmetikstudio, ein Sportartikelgeschäft, ein Fachmarkt für Computer und ein Geschäft für asiatische Lebensmittel ihre Dienste an.

 
1964 erbaut Geschäfts- und Bürohaus mit Parkdeck (1965)
1964 erbaut. Geschäfts- und Bürohaus mit Parkdeck (1965)
1964 erbaut. Geschäfts- und Bürohaus mit Parkdeck (1965)
1962
Betriebsgelände ca. 1960
 
 
 

Zwei Jahrzehnte wurden Automobile an der Wolfenbütteler Str. gewartet und repariert. Anfang der 90er Jahre kam der Automobilverkauf in die Wolfenbütteler Straße zurück. Moderne Verkaufshäuser für Volkswagen, Audi und SEAT laden seitdem zum Autokauf ein.

 
 
 
Volkswagen Zentrum 2006
Audizentrum 2006
Volkswagen Nutzfahrzeug Zentrum 2006
SEBRA Automobile 2004
Gebrauchtwagen-Verkaufsstelle